Schweinerei

Da in Paraguay eine Schwerindustrie
fehlt, gibt es auch die ganz großen Umweltschweinereien nicht.

Frei nach Wilhelm Busch gilt aber
auch hier:

„Man preise nicht als Redlichkeit was Mangel an Gelegenheit.“

Es sind die vielen kleinen Schweinereien, die sich im Lande summieren.

Glückliche Schweine in Paraguay

Trinkwasserwerk am Rio Paraguay
Vom Flusswasser zu Trinklwasser am Rio Paraguay
Trinkwasseraufbereitung am Rio Paraguay Wasserläufe in den Pflasterstraße von Asunción Paraguay

Trinkwasser:

Das Trinkwasser für Asunción wird aus dem Rio Paraguay gewonnen. Die Entnahmestelle liegt oberhalb der Stadt, dort ist das Wasser des Stroms noch relativ sauber.
Die rötliche Farbe des Wassers entsteht durch feinste Tonsedimente, die der Fluss mit sich führt: Durch den Zusatz von Flockungsmittel (Aluminiumsulfat) werden die Sedimente abgeschieden. Nach Passage der Absetzbecken wird das Trinkwasser gechlort und geht dann in das Verteilernetz.
Von den 100% die das Wasserwerk verlassen kommt etwa nur 50% beim Verbraucher an. Das Leitungsnetz im Stadtgebiet ist in einem schlechten Zustand, an vielen Stellen sprudeln Trinkwasserquellen aus den Straßen.

Abwasserleitung in den Rio Paraguay
Schlachthofabwasser in Paraguay

Abwasser:

Die Abwassereinigung in Paraguay ist ein weites Feld mit einem echten Wachstums-
potential. Die gesetzlichen Vorgaben im Lande sind auch vorhanden, doch an der Umsetzung bzw. den finanziellen Möglichkeiten mangelt es. So wird ein Großteil der Abwässer ungeklärt in die Flüsse geleitet oder versickert im Untergrund. Dort wo das Abwasser in den Rio Paraguay fließt färbt sich der rote Fluß schwarz, doch statt der erwartenden toten Fische tauchen unerwartet zahlreiche Flossen auf und die Mäuler schnappen, was noch als Futter geeignet scheint.

Tipp: Die größten Fische gibt es unterhalb von Asunción, die besten oberhalb.


Pflanzenkläranlage Filadelfia Paraguay, BM  Ratzlaff, Frau Zimmer und Herr Frey
TV-Bericht über eine Kläranlage von Janisch und Schulz in Paraguay
Pflanzenkläranlage für einen Schlachthof in Paraguay

Lösungen:

Statt überzogener Technik braucht Paraguay wartungsarme, preiswerte und effektive Lösungen zur Reinigung der kommunalen und gewerblichen Abwässer.
Außerhalb der Zentren kann es nur dezentrale Kläranlagen geben, die das Wasser vor Ort reinigen. Dass dieses Konzept möglich ist hat die Ingenieurgesellschaft Janisch & Schulz mbH anhand vieler Beispiele im Land dokumentiert.

Bild oben rechts: In Limpio wurde eine Pflanzenkläranlage zur Reinigung von Schlachthof-
abwasser erstellt. Zur Inbetriebnahme war auch das paraguayische Fernsehen vor Ort und berichtete von der Anlage.

Bild oben links: Pflanzenkläranlage bei Frau Zimmer in Filadelfia.
Die Anlage ist für 4 Einwohner ausgelegt, bepflanzt wurde sie mit attraktiven Stauden. Frau Zimmer sammelt das gereinigte Abwasser und gießt damit ihren Garten. Sie war die erste im Chaco, die die Initiative ergriff und ihr Abwasser nun so aufbereitet, dass es bedenkenlos wiederverwertet werden kann.
Auch der Bürgermeister von Mariscal Estigarriba, Herrmann Ratzlaff ließ es sich nicht nehmen die Anlage zu besichtigen. (Foto: Rudolf Frey, Frau Zimmer, Hermann Ratzlaff).


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